Angewandte Forschung
Thema:
„Natrium-Nickel-Chlorid-Batterien für die effiziente stationäre Stromspeicherung“
Institution: Fraunhofer-IKTS Hermsdorf
Forscher:

Prof. Dr. Michael Stelter,

Dr. Roland Weidl,

Dr. Matthias Schulz,

Dipl.-Ing. Heidi Dohndorf ,

M. Sc Martin Hofacker,

M. Sc Benjamin Schüßler,

Dipl.-Ing. (FH) Lutz Kiesel

 

Beschreibung des Projektes:

Im Kontext der Energiewende gewinnen regenerative Energiequellen wie Photovoltaik  und Windkraft immer mehr an Bedeutung. Damit auch dann Strom zur Verfügung steht, wenn die Sonne nicht scheint oder das Windrad stillsteht, muss Energie zuverlässig gespeichert werden. Das Team des Fraunhofer- IKTS hat dafür eine keramische Natrium-Nickel-Chlorid Batterie entwickelt, die nicht nur kostengünstig hergestellt werden kann, sondern auch vollständig aus unkritischen, einheimischen Rohstoffen besteht. Wichtigster Bestandteil der Batterie ist ein einseitig verschlossenes Rohr aus einer natriumionenleitfähigen Keramik – der Festkörperelektrolyt. Die Forscher etablierten den kompletten Herstellungsprozess: von der Pulverherstellung zu Formgebung und Brennen, über das Zelldesign, bis zur Entwicklung eines fertigen Moduls. Die Batterie zeichnet sich besonders durch ihre Sicherheit aus, sie brennt weder, noch ist sie gasbildend und kann somit ohne Bedenken im Haushalt installiert werden. Auch der geringe Wartungsaufwand, die Robustheit und die hohe Energieeffizienz sprechen für die Zukunftsfähigkeit dieses Energiespeichers. Der größte Vorteil dieser Batterie ist jedoch die gute Verfügbarkeit der benötigten Rohstoffe, denn Na/NiCl2 Batterien speichern Strom in Kochsalz, einer quasi unendlich verfügbaren Ressource. Das macht sie zu einer ernst zu nehmenden Alternative zur Lithium-Ionen Batterie.